Studie für die VDAI Verlags- und Veranstaltungsgesellschaft mbH (Stand:Januar 2026)
Die aktuelle Studie zur Angebotsstruktur der Spielhallen und Geldspielgeräte in Deutschland zeigt einen anhaltenden Rückgang des legalen Angebots. Die Daten wurden bereits zum 18. Mal erhoben und ermöglichen einen Vergleich der aktuellen Situation mit den Jahren 2024, 2022 und 2012. Die Untersuchung liefert damit einen langfristigen Überblick über die Entwicklung von Spielhallenstandorten, Spielhallenkonzessionen und Geldspielgeräten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben.
Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung deutscher Kommunen. Bundesweit wurden alle Kommunen mit mindestens 10.000 Einwohnern kontaktiert; in Nordrhein-Westfalen und im Saarland wurden zusätzlich kleinere Kommunen einbezogen. Von insgesamt 1.669 angeschriebenen Kommunen lieferten 1.144 auswertbare Datensätze. Das entspricht einer Rücklaufquote von 69 Prozent. Da nicht sämtliche Kommunen in Deutschland erfasst wurden und sich die Zahl der teilnehmenden Kommunen zwischen den Erhebungszeitpunkten unterscheidet, lassen die erhobenen absoluten Zahlen keine Aussagen über die Größe des Gesamtmarktes zu. Für die Bewertung der Marktentwicklung sind daher insbesondere die Veränderungsraten zwischen den jeweils vergleichbaren Kommunen relevant.
Bereits gegenüber 2024 ist das Angebot deutlich zurückgegangen: Die Zahl der Spielhallenstandorte sank bis Anfang 2026 um 6,80 Prozent. Die Zahl der Spielhallenkonzessionen verringerte sich um 12,51 Prozent, die Zahl der Geldspielgeräte in Spielhallen um 9,93 Prozent. In der Gastronomie ging die Zahl der Geldspielgeräte um 6,44 Prozent zurück. Im Vergleich zu 2022 fällt der Rückgang noch stärker aus. Die Zahl der Spielhallenstandorte verringerte sich um 12,67 Prozent, bei den Konzessionen beträgt das Minus 21,31 Prozent. Die Zahl der Geldspielgeräte in Spielhallen sank um 19,16 Prozent und in gastronomischen Betrieben um 16,08 Prozent.
Besonders deutlich wird die langfristige Entwicklung im Vergleich mit dem Jahr 2012. Seitdem ist die Zahl der Spielhallenstandorte in den jeweils vergleichbaren Kommunen um 23,52 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Spielhallenkonzessionen sank um 41,19 Prozent. Bei den Geldspielgeräten beträgt der Rückgang 37,99 Prozent in Spielhallen und 38,26 Prozent in der Gastronomie.
Auf Basis der ermittelten Veränderungsraten beziffert IW Consult die Zahl der zum 1. Januar 2026 bundesweit aufgestellten Geldspielgeräte außerhalb der eigentlichen Studienerhebung auf rund 106.000 Geräte in Spielhallen und weitere 53.000 Geräte in gastronomischen Betrieben.
Die langfristige Entwicklung zeigt damit eine kontinuierliche Verringerung des legalen Angebots. Regulatorische Veränderungen wirken dabei teilweise mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Übergangsregelungen, Härtefallbestimmungen und noch anhängige Gerichtsverfahren haben dazu geführt, dass sich die seit 2017 wirksamen Veränderungen über mehrere Jahre erstrecken. Vor diesem Hintergrund ist auch künftig mit einem weiteren Rückgang der Zahl legal aufgestellter Geldspielgeräte zu rechnen.




